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Shinai-Grifftypen

Shinai-Grifftypen

Neben den Variationen der Shinaispitze und den unterschiedlich dicken Do-Teilen, beeinflusst die Art des Shinaigriffes ebenfalls den Charakter eines Shinais. Die meisten der oben genannten Shinaitypen können mit verschiedenen Grifftypen gefunden, respektive kombiniert werden. Die hier genannten Angaben zur Dicke der Griffe sind nur Richtwerte. Je nach Shinaiproduzent können diese Werte variieren!

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Dicke des Griffes

Die Dicke des Griffes ist eine Sache der persönlichen Präferenz und der Grösse der eigenen Hände. Personen mit grossen Händen verbrauchen tendenziell viel Kraft, wenn sie einen zu schmalen Griff halten müssen. Die Chance die Hände zu verkrampfen oder eine zu steife Handarbeit zu haben steigen dabei. Genau das gleiche kann umgekehrt passieren, wenn eine Person mit eher kleinen Händen ein Shinai mit dicker Tsuka halten muss. Dies sind jedoch nur grundsätzliche Gedanken. Die Dicke des Griffs ist immer auch eine Sache der persönlichen Vorliebe, die sich auch während der Jahre ändern kann.
Ein Standardgriff wird meist einen Durchmesser von ca. 25mm aufweisen, wohingegen ein dicker Griff gut 30mm aufweisen kann.

Kobangata (Ovaler Griff)

Kobangata bezeichnet ein Shinai mit ovalem Griff. Die ovale Form des Querschnittes erinnert an eine alte japanische Münze die „Koban“ genannt wurde. Die ovale Griffform soll sich, besser als eine runde an die Form der Hand während des Haltens des Shinais anpassen und gleicht mehr dem Griff eines Bokkens oder Katanas. Der Vorteil dieser Griffart soll eine bewusstere Schwertführung mit der linken Hand und eine bessere Kontrolle über die Hasuji, der Schnittlinie sein. Auch ist ein Verdrehen des Shinais nicht möglich. Als Nachteil dieser Griffform erweist sich das Ersetzen einer Strebe, da nur eine sehr genau passende Ersatz strebe wieder zu der ovalen Form führt.

Hakkaku (Oktogonaler Griff)

Ein oktogonaler Griff ist etwas sehr selten Gesehenes. Die meisten Hakkaku Griffe sind als elliptisch-ovales Achteck konzipiert. Der achteckige Griff soll ein besseres Gefühl für das Halten
des Schwertes bringen und ebenfalls das Verdrehen des Shinais verhindern. Genau so wie beim Kobangata, ist auch das Ersetzen von Streben beim Hakkaku nicht einfach, da die Form genau zusammenpassen muss.

Länge der Tsukagawa (Ledergriff)

Nicht nur die Form und Dicke des Griffs hat einen Einfluss auf die Führung des Shinais, sondern auch die Grifflänge. Die Länge des Ledergriffs kann in der Regel nicht speziell bestellt werden, muss also in Eigeninitiative gekürzt werden (Umnähen des Griffendes oder Umfalten des Griffoberteils). Als Richtwert kann man das Ende des Griffs in die Ellenbogenbeuge stellen und mit der Hand das obere Ende des Griffs halten (Unterarmlänge als Richtwert). Der Ort an der Tsukagawa, an dem die Hand hingreift, markiert auch die ideale Länge des Griffs.
Auch dies ist nur ein Richtwert. Die ideale Länge des Griffs variiert von Person zu Person, und wird von der jeweiligen Präferenz beeinflusst. Jedoch sollte bedacht werden, dass ein zu kurzer Griff zu weniger Kontrolle bei der Handhabung führen kann (Hände zu eng zusammen) und ein zu langer Griff die Bewegungen einschränkt und den Winkel zwischen Händen und Schwert verfälscht.

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